Hi, ich bin Regina.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, als Jugendlicher funktionieren zu müssen.
Schule fragt selten, was innerlich los ist.
Sie fragt, ob du mithalten kannst.
Ich kenne das Spannungsfeld zwischen Abnabelung und Verantwortung.
Zwischen Anpassung und dem Wunsch, einfach man selbst zu sein.
Ich kenne das Bedürfnis, auszuprobieren –
auch über Grenzen zu gehen –
während im Hintergrund Dinge wirken, über die man nicht spricht.
Was mich getragen hat, war nicht Kontrolle.
Sondern das Gefühl:
Ich falle nicht ins Bodenlose.
Diese Erfahrung prägt bis heute meinen Blick auf Familien.
Eigentlich wollte ich schon immer mit Menschen arbeiten.
Nach dem Abitur hatte ich bereits einen Studienplatz im Bereich Pädagogik. Doch ich entschied mich zunächst für einen anderen Weg. Es war mir wichtig, beruflich auf eigenen Beinen zu stehen und eine solide Grundlage zu schaffen.
So begann mein Weg in einem Industrieunternehmen.
Einige Jahre später folgte berufsbegleitend ein BWL-Studium – eine naheliegende Entscheidung für meinen damaligen Berufsweg.
Doch das Interesse an Menschen war nie verschwunden.
Mit den Jahren wurde der Wunsch immer stärker, mich beruflich neu auszurichten.
Er war nie plötzlich da. Eher wie ein leises Feuer, das über viele Jahre immer weiter brannte.
So entschied ich mich schließlich, diesem Wunsch zu folgen.
Heute begleite ich Familien in einer Phase, in der viel Unsicherheit entsteht.
Mich interessiert nicht das sichtbare Verhalten.
Mich interessiert, warum es passiert.
Ich höre genau hin.
Auch auf das, was zwischen den Zeilen liegt.
Denn Verhalten erzählt oft nur einen Teil der Geschichte.
Ich arbeite nicht mit Kontrolle.
Ich arbeite für Verständnis.
Damit Eltern Klarheit gewinnen.
Und Jugendliche sich nicht erklären müssen, um verstanden zu werden.
Familie ist für mich kein theoretisches Konzept.
Ich kenne ihre Dynamiken aus eigener Erfahrung.
Mein Weg
Heute bin ich Mutter von zwei Söhnen
Ich erlebe, wie stark der Druck auf Kinder und Jugendliche geworden ist.
Leistung entsteht fast automatisch.
Vergleich beginnt früh.
In der Schule sollen sie funktionieren – oft unabhängig davon, was innerlich gerade passiert.
Und während von außen weiter viel erwartet wird, verändert sich innen gerade enorm viel.
Pubertät ist kein Störfall.
Sie ist Umbau.
Identität verschiebt sich.
Das Gehirn sortiert sich neu.
Emotionen sind intensiver.
Was Jugendliche in dieser Phase oft nicht noch zusätzlich brauchen, ist Bewertung.
Sie brauchen Erwachsene, die hinter das Verhalten schauen.
Nicht härter werden, sondern klarer.
Auch dann, wenn das Familienleben gerade chaotisch ist.
Du willst dein Kind verstehen, statt es zu korrigieren?
Lass uns im Klärungsgespräch gemeinsam schauen, was gerade wirkt.